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Service & Support

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Wir begleiten Sie von der ersten Anfrage bis zur erfolgreichen Umsetzung – inklusive Fehleranalyse, Optimierungsempfehlungen und Unterstützung bei spezifischen Anwendungen.

Dank umfassendem Know-how erhalten Sie bei uns lösungsorientierte Unterstützung, die exakt auf Ihre Anlage und Ihre Produktionsprozesse abgestimmt ist.

FAQ

Eine Vibrationssteuerung ist ein elektronisches Gerät, das die Bewegung und Förderleistung von Vibrationsförderern regelt. Sie steuert, wie stark, wie schnell und in welchem Rhythmus ein Förderer schwingt, um Bauteile oder Schüttgut kontrolliert, gleichmässig und reproduzierbar zu transportieren.

Vibrationssteuerungen kommen überall dort zum Einsatz, wo Teile vereinzelt, sortiert, dosiert oder zugeführt werden müssen – typischerweise in automatisierten Produktions- und Montageprozessen.

Je nach Ausführung regelt die Vibrationssteuerung:

  • die Schwingamplitude (Förderleistung),
  • die Schwingfrequenz,
  • den Einschalt- und Ausschaltverlauf (z. B. Sanftanlauf oder Verzögerungen),
  • sowie zusätzliche Funktionen wie Taktbetrieb, Stau- oder Füllstandsüberwachung oder Schnittstellen zur Maschinensteuerung (SPS).

Eine korrekt ausgelegte Vibrationssteuerung ist entscheidend für:

  • stabile Prozesse,
  • gleichmässige Teilezufuhr,
  • geringen Verschleiss von Förderern,
  • energieeffiziente Zuführung
  • und eine hohe Produktionssicherheit.

Vibrationssteuerungen werden überall dort eingesetzt, wo Bauteile zugeführt, vereinzelt oder sortiert werden. Typische Branchen sind Automobilindustrie, Medizintechnik, Elektronikfertigung, Verpackung und allgemeiner Maschinenbau. Sie kommen sowohl in Seriemaschinen als auch in Sonderanlagen zum Einsatz.

Die Wahl der passenden Steuerung hängt von Förderaufgabe, Frequenzanforderung, Last, Sensorik und Aktorik und gewünschter Regelgenauigkeit ab. Unser Supportteam hilft Ihnen gerne bei der Auswahl.

Bei einer offenen Regelung arbeitet die Vibrationssteuerung ohne Rückmeldung aus dem Förderprozess. Sie gibt feste Einstellungen vor, reagiert aber nicht auf Last- oder Prozessänderungen.

Eine geschlossene Regelung misst die tatsächliche Bewegung des Förderers (z. B. über Sensoren) und regelt automatisch nach, um eine konstante Förderleistung sicherzustellen.

Eine Phasenanschnittsteuerung wird eingesetzt, wenn einfache Vibrationsförderer mit konstanter Last betrieben werden. Sie ist robust, kosteneffizient und für viele Standardanwendungen ausreichend. 

Eine Frequenzsteuerung kommt dann zum Einsatz, wenn der Förderprozess präzise, stabil oder anpassungsfähig sein muss. Die Frequenzsteuerung ist zudem energiesparend und kann die Inbetriebnahmezeiten deutlich verkürzen, da aufwändige Abstimmungen an den Förderern wegfallen. Durch die variable Frequenz lässt sich der Förderer optimal auf seine mechanischen Eigenschaften abstimmen – besonders bei wechselnden Lasten oder hohen Qualitätsanforderungen.

In einem geschlossenen Regelkreis empfehlen wir, die Förderer auf Resonanzfrequenz zu betreiben. In einem offenen Regelkreis liegt die ideale Frequenz meist unter der Resonanzfrequenz des Vibrators. So laufen die Antriebe stabil, vernichten aber mehr Energie. Die Einstellung der Schwingfrequenz ist abhängig vom gewählten Modell.

Die Vibrationssteuerung bestimmt, wie gleichmässig und stabil ein Förderer arbeitet. Sie regelt die Schwingamplitude und – je nach Ausführung – auch die Frequenz und passt die Leistung an wechselnde Bedingungen an.

Eine gut abgestimmte Steuerung sorgt für:

  • konstante Förderleistung,
  • stabile Prozesse,
  • weniger Blockaden und Ausschuss.

Ungeeignete oder falsch eingestellte Steuerungen führen dagegen häufig zu schwankender Förderung und instabilen Abläufen.

Eine gute Vibrationssteuerung erfüllt folgende beiden Hauptanforderungen:

  • Während der Inbetriebnahme einer Zuführlinie ist sie die Hauptsteuerung und ermöglicht eine rasche und einfache Inbetriebnahme.
  • Nach der Integration der Zuführlinie in eine Gesamtanlage übernimt die Steuerung eine untergeordnete Funktion und übernehmen dort die präzise Ansteuerung der Fördertechnik. Sie sind meist mit der übergeordneten Maschinensteuerung (SPS) verbunden.

Eine saubere Integration stellt sicher, dass:

  • die Teilezufuhr synchron zum Maschinenprozess erfolgt,
  • Förderer zuverlässig starten, stoppen oder pausieren,
  • Störungen frühzeitig erkannt werden.

Vibrationssteuerungen werden entweder über digitale oder analoge Ein- und Ausgänge oder über Industriebusschnittstellen an übergeordnete SPS  Steuerungen angebunden. So kann die übergeordnete Steuerung Start, Stopp, Freigabe oder Betriebsarten vorgeben und gleichzeitig Zustände oder Störungen abfragen.

Die SPS sorgt dabei für die logische Prozesssteuerung, während die Vibrationssteuerung die exakte Regelung der Förderbewegung übernimmt. 

Während der Anteil von Feldbussen jährlich abnimmt, steigen die Marktanteile von Ethernet basierten Industriebussen weiterhin an. Bei den Ethernet-basierten Industriebussen sind die 3 folgenden Standards mit Abstand am weitesten verbreitet:

  • Profinet
  • Ethernet/IP
  • EtherCAT

Moderne Vibrationssteuerungen überwachen Betriebszustände wie Strom, Temperatur oder Sensorsignale und melden Abweichungen frühzeitig. Statusanzeigen oder Fehlermeldungen helfen, Störungen schnell zu erkennen und Stillstände zu vermeiden. Da Vibrationssteuerungen weitgehend wartungsfrei sind, beschränkt sich der Aufwand meist auf Sichtprüfungen und Funktionskontrollen.

Eine optimal abgestimmte Steuerung sorgt dafür, dass der Förderer nur mit der benötigten Leistung arbeitet. Dadurch sinkt der Energieverbrauch und mechanische Bauteile werden weniger belastet. Das reduziert Verschleiss an Federn, Spulen und Lagern und verlängert die Lebensdauer des Gesamtsystems.

Die richtige Steuerung schützt Förderer vor Überlast, falscher Frequenz und thermischer Belastung. Das verlängert die Lebensdauer deutlich. 

Ein Retrofit – also der Austausch älterer Steuerungen durch neue – ist sinnvoll, wenn moderne Funktionen wie bessere Regelung, Diagnose oder Energieeffizienz nachgerüstet werden sollen, ohne die Mechanik zu ersetzen.

Gerne beraten wir Sie individuell, ob sich ein solcher Austausch für Sie lohnen könnte.

Ja. Wir unterstützen bei Parametrierung, Frequenzfindung, Sensorintegration, SPS-Anbindung sowie Fehlersuche – remote oder vor Ort.

Ja. Wir bieten angepasste Steuerungsparameter, OEM-Lösungen und Systemberatung für komplexe Zuführanlagen.

MOBADRIVE ist die Weiterentwicklung des bisherigen Schmocker-Geschäftsbereichs für Vibrationssteuerungen. Know-how, technische Kompetenz und Produktverständnis aus der Schmocker-Historie fliessen vollständig in Mobadrive ein. Für Kunden bedeutet das: Kontinuität in Technik und Verständnis, kombiniert mit einer klareren, zukunftsorientierten Ausrichtung.

Der neue Name MOBADRIVE macht deutlicher, wofür der Geschäftsbereich steht: Antrieb, Steuerung und Bewegung in industriellen Anwendungen. Gleichzeitig ermöglicht er eine klarere und international verständliche Positionierung.

Darüber hinaus fügt sich der Name MOBADRIVE nahtlos in die Marken- und Firmenstruktur der Moser-Baer Gruppe ein und ergänzt bestehende Geschäftsbereiche wie MOBATIME konsequent im selben Namens- und Markenkonzept. Die technische DNA, das Know-how und die langjährige Erfahrung aus Schmocker bleiben dabei vollständig erhalten.

A
Die Steuerung bietet zur Ansteuerung von Aktoren wie Ventilen und Lampen digitale Ausgänge an. Während Ventile Teile sortieren, abblasen oder beschleunigen, zeigen Lampen dem Bediener Stau oder leere Zuführbehaälter an.
Die Amplitude beschreibt die Schwingungsstärke des Vibrators. Eine höhere Amplitude führt in der Regel zu stärkerer Teilebewegung und höherer Förderleistung.
F
Digitale Steuerfunktionen, mit denen ein Vibrator über eine externe Steuerung gestartet oder gestoppt werden kann, z. B. über eine SPS oder eine vorgeschaltete Steuerung.
K
Elektrische Reihenschaltung mehrerer Steuergeräte. Eine Steuerung versorgt die nächste, sodass ganze Systeme gemeinsam ein- oder ausgeschaltet werden können.
L
Vibrationsförderer, der Material geradlinig transportiert. Er wird häufig als nachgeschaltetes System hinter Wendelvibratoren eingesetzt.
R
Frequenz, bei der ein Vibrator maximal schwingt und gleichzeitig minimalen Strom verbraucht. Sie sollte nicht im Dauerbetrieb gefahren werden, da mechanische Bauteile überlastet werden können.
S
Funktion, die den Vibrator beim Einschalten kontrolliert hochfährt. Sie reduziert mechanische Belastungen und sorgt für Material- und Bauteilschonung.
Gibt an, wie gut das Gerätegehäuse gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Berührung geschützt ist. Die Schutzart ist abhängig von Aufbau und Einsatzumgebung.
Zur Überwachung von Füllstand und Teilefluss werden Sensoren an digitalen Eingängen angeschlossen. Verbreitet sind optische-, induktive-, mechanische- oder Ultraschall-Sensoren. Für den Sortiervorgang kommen oft auch Kameras mit Bilderkennung zum Einsatz.
Industriesteuerung, die Signale von Vibrationssteuerungen verarbeitet oder diese direkt ansteuert. Sie wird genutzt, um komplexe Zuführ- und Maschinenprozesse zu koordinieren.
T
Fördermodus, bei dem der Vibrator im Wechsel zwischen Impuls und Pause arbeitet. Er ist besonders nützlich bei zu hoher Förderleistung oder empfindlichen Materialien.
Ü
Elektronische Überwachung der maximal zulässigen Stromaufnahme. Bei Überschreitung wird die Leistung reduziert oder der Vibrator abgeschaltet, um Schäden zu vermeiden.
Interne Temperaturüberwachung der Steuerung. Bei Überhitzung stoppt die Steuerung den Betrieb, bis ein sicherer Zustand wieder erreicht ist.
V
Die eingestellte Schwingungsfrequenz des Vibrators. Bei frequenzvariablen Steuerungen liegt sie typischerweise in einem definierten Bereich, abhängig vom Gerätetyp.
W
Rund aufgebauter Vibrationsförderer, der Teile spiralförmig nach oben transportiert. Er wird häufig in Sortier- und Vereinzelungsanlagen eingesetzt.